Endlich! Nachdem ich nun schon monatelang das Jubeln in weiter Ferne und die Vibration bei jedem Tor im Wohnzimmer spüren durfte, konnte ich endlich für den Schatz und mich Karten organisieren! Wobei man sagen muss: halb Hamburg hat die Karten organisiert, denn nichts ist schwerer zu kriegen! Daher noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an Ute und Gero, die uns diesen Wahnsinnstag ermöglicht haben! Und klare Konsequenz: ich bin süchtig. ICH MUSS EINE DAUERKARTE HABEN!
Damit Ihr ein bisschen was von der Gänsehautstimmung mitbekommt, der Opener:
Zum Spiel an sich: es war superspannend, die letzten Minuten gingen gar nicht! Also kurz der Reihe nach: Nachspielzeit, Spielstand: 2:1. St. Pauli schießt das 3:1, zumindest glauben das alle. Riesenjubel. Großartig. Dann: Gegentor. Zählt das? Die Spielstandanzeige rührt sich überhaupt nicht. Dann doch: 2:2 Endstand. Verdammt! Jungs, ich hätt’s Euch so gewünscht – und mir auch! Schade. Das nächste Mal!
Mehr zum Thema bei Andy: FC St. Pauli – der Traum vom Aufstieg
Eigentlich liebe ich diese Stadt. Ich denke, meine Artikel bisher machen mehr als deutlich, wie großartig ich diese Stadt finde. Aber eine Sache geht gar nicht. Und das ist: Taxifahrer, die Frauen nicht von der Reeperbahn nach Hause bringen wollen, weil die Strecke zu kurz ist.
Hallo?
Entschuldigung, das verstehe ich nicht. Ich spreche hier von Taxifahrern. Deren Job ist es, jemanden nach Hause zu bringen. Und ich spreche von Frauen, die nunmal durchaus ein Problem damit haben können, nachts um vier alleine nach Hause laufen zu müssen. Über die Reeperbahn. Durch die Seitenstrassen. Und es kotzt mich an, dass irgend so ein Knilch sich weigert, mich nach Hause zu bringen, weil ihm das nicht genug Kohle bringt. Was er nicht weiß: ich würde sowieso mindestens acht Euro bezahlen, einfach der Sache wegen. Aber nicht, wenn der Arsch einfach nur mit dem Kopf schüttelt und mich nicht mit nimmt. Gibt es kein Gesetz dagegen? Egal, heute abend wurde ich nach Hause gebracht. Aber ich kann nur sagen: noch so eine Aktion, und ich beschwere mich. Keine Ahnung wo, aber ich finde einen Weg. Ich verstehe Spaß, aber hier hört er auf!
In einem Punkt bin ich absolut unbelehrbar: Haare färben. Nein, eigentlich alles, was mit Haaren zu tun hat. Man weiß ganz sicher, dass es der Frisör am Besten macht und kommt doch nicht umhin, selbst zu färben, zu tönen, zu schneiden und sogar einmal eine Dauerwelle zu basteln.
Was ist aber noch weiß ist: keine fertig Kauffarbe bringt so schöne Ergebnisse wie die Tönung beim Frisör.Das liegt ganz einfach am Produkt an sich. Daher stand mein Entschluss fest: selbst tönen ja, aber nur mit Profi-Farbe.
Und da kam schon das erste Problem auf mich zu: die Frisörin meines Vertrauens hatte mir zwei Produkte zum Tönen empfohlen: Shades von Redken oder Personality von Schwarzkopf. Aber: beide habe ich nicht mehr gefunden. Bei Shades von Redken hat mich meine Recherche zu einem Forum geführt, in dem verzweifelte Frauen aus der ganzen Welt feststellen mussten, dass Shades nun nicht mehr für Privatpersonen käuflich zu erwerben ist, sondern nur noch direkt an Frisörläden verkauft wird. Keine Ahnung warum: entweder man möchte den Frisören helfen, indem man die Selbermacher reduziert oder dutzende Frauen haben sich mit Shades die Haut verätzt oder den Schrank in die Luft gejagt, in dem sie die Farben aufbewahren.
Gelandet bin ich dann nach längerer Recherche bei Wella Color Touch (siehe obige Farbpalette), die es praktischerweise auch bei amazon.de zu kaufen gibt (ich hasse Shopping und liebe Online-Bestellungen *g*). Meine Farben: Mittelblond Asch 7/1 und Mittelblond 7/0. Erster Fehler: die Color Touch Farben sind eher “aschig”, daher hätte nur die 7/0 gereicht, die ich dann auch das nächste Mal ausschließlich verwende.
Anwendung: der Beipackzettel tut das, was Beipackzettel tun – Panik verbreiten. Sätze wie “Nur für gewerbliche Verwendung”
Für Irina und Nuno
und “COLORATIONEN KÖNNEN ALLERGISCHE REAKTIONEN HERVORRUFEN, DIE IN SELTENEN FÄLLEN SCHWER SEIN KÖNNEN” und “…suchen Sie SOFORT einen Arzt auf!” machen Lust auf mehr. De Facto ist alles halb so schlimm. Was man braucht:
Handschuhe (ich hatte nur einen, da ich etwas ungelenk damit bin. Also: Hand mit Pinsel ohne, Hand ohne Pinsel mit Handschuh)
That’s it! Das Mischungsverhältnis ist immer 2:1, also doppelt so viel Emulsion wie Farbe. Farbe gut durchrühren, auftragen (auf dem gewaschenen Haar. Wenn man ein intensiveres Ergebnis haben möchte, auf dem trockenen, ungewaschenen) und 20 Minuten einwirken lassen. Fertig!
Ergebnis: ich bin zufrieden.
Je nach Licht sieht's anders aus...
Wie gesagt, der Ton ist mir ein kleines bisschen zu aschig (allerdings nicht so grün, wie es schon Fertigprodukte bei mir hinbekommen haben). Daher werde ich mir morgen einfach ein Farbglanzshampoo mit Rotton von Guhl oder so kaufen und damit die Haare waschen. Das Rot neutralisiert den Grünstich, also alles Bestens. Zudem könnte man bei Mittelblond einen helleren Ton erwarten als den, den ich jetzt habe. Ich würde eher von hellbraun sprechen, was aber genau mein Ziel war. Nur wer gerne hellblonde Haare hätte, ist bei dieser Farbe falsch. Zur Haarstruktur: Die Haare fühlen sich jetzt nach der Tönung sehr gut an und nicht so angegriffen, zudem glänzen sie schön.
Die Farbe wird etwa 24 Haarwäschen halten und ich werde auf jeden Fall bei dem Produkt bleiben und mir nicht mehr irgendwelche Hämmer auf den Kopf hauen, die die Haare kaputt machen. Und: endlich habe ich einen Weg gefunden, die unvermeidlichen 60 Euro pro Frisörbesuch auf einen Luxus zu reduzieren, den ich mir nur noch alle drei, vier Monate gönnen muss. Jungs, was Frisörbesuche angeht, habt Ihr echt einen Vorteil uns Frauen gegenüber! Jetzt grüße ich noch ganz speziell Arthur und verabschiede mich dann in den weiteren Sonntag-Nachmittag.
Heute wurde eine Idee in die Tat umgesetzt, die auf den ersten Blick wie ein ausgesprochen idiotischer Plan klingt: das Feierabend-Jogging. Ich habe keine Ahnung, ob es das tatsächlich gibt. Wahrscheinlich betreiben das die Japaner neben Powernapping und Dachterassen-Yoga bereits seit Jahren. Für mich war es allerdings heute das erste Mal. Und ich muss sagen: es war eine verdammt gute Idee!
Wovon ich überhaupt rede? Nun, nachdem mein Terminkalender mir beim Kung Fu leider einen Strich durch die Rechnung macht, komme ich überhaupt nicht mehr dazu, Sport zu machen. Halt, nicht ganz ehrlich! Eigentlich ist es gar nicht nur mein Terminkalender, sondern eher doch der innere Schweinehund, der dann aufblüht, wenn man nach Hause kommt, sich hinsetzt und durchatmet. Plötzlich ist die Vorstellung, noch einmal das Haus zu verlassen, um sich sportlich zu betätigen, derart absurd, dass man doch lieber zum Bierchen und der Fernbedienung greift. Na gut, in meinem Fall eher: sich vor das Macbook setzt und weiter im Netz bleibt, wo man schon den ganzen Tag war… aber ich schweife ab.
Auf jeden Fall dachte ich mir, dass man den inneren Schweinehund einfach gar nicht so weit kommen lassen darf. Und wie geht das? Man kommt erst gar nicht nach Hause, sondern läuft nach Hause. Was man dafür braucht: natürlich zunächst einen Arbeitsplatz, der nicht gerade 30 km entfernt liegt. Zum Anderen einen Rucksack, in den man die Klamotten vom Tag stecken kann und in dem man morgens seine Joggingausrüstung verstauen kann. Wichtig hier: das Ding muss extrem fest sitzen, beim Joggen darf überhaupt nichts locker sitzen, reiben, sich bewegen etc. Gute Musik auf die Ohren… das ist natürlich Geschmackssache. Ich brauche zum Joggen etwas, das mich antreibt. Will sagen: Stromgitarren, emotional erhitzte Männerstimmen und Elektrobeats. Crossover, Metal, Whatever, von Judgement Night über Clawfinger über Disturbed über Fear Factory über the Prodigy über Synapsengeflimmer, das ist eigentlich selbst nicht kenne.
Und wie gesagt: es funktioniert! Es hat Spass gemacht, tat gut, war das ideale Auspowern zum Feierabend und man hat sich endlich mal wieder bewegt! Meine Strecke ist auch eher gemütlich und laut Google Maps nur 3.3 km lang. Wobei: ich verlaufe mich ständig und überall, insbesondere noch in Hamburg, also schätze ich, dass ich eher 4 km gelaufen bin. Nicht viel, aber besser als nix.
Der weitere Plan: das zweimal die Woche durchziehen. In wie weit Plan und Realität kompatibel sind, werde ich berichten…