Das erste Mal: Bikram Yoga

Ich bin ja noch immer auf der Suche nach der perfekten Sportart für mich. Nach vielen Jahren Modern Dance, Jazzdance, Standard-, Turniertanz und Ballett musste ich das Tanzen an den Nagel hängen, da ich ein vergleichbares Angebot wie das Kursangebot des Schwarz-Gold in Neustadt (das heute leider auch nicht mehr so ist wie früher) nicht mehr finden konnte.

Seitdem habe ich das Austesten von Sportarten zu meinem Sport gemacht. Ein kurzer Ausflug ins Tai Chi war fürs Körpergefühl hervorragend, allerdings ist Schattenboxen für mein Temperament einfach zu langsam und elegisch. Trotzdem kann ich es jedem empfehlen, der mit Verspannungen zu kämpfen hat. Zudem ist Tai Chi durch gezielte Atemübungen und Gleichgewichtsübungen die perfekte Grundlage für jeden Kampfsport.

Mein Mann hat mich ja dann zum Laufen gebracht. Zu Schulzeiten habe ich als Sprinter an Wettkämpfen teilgenommen  und war immer der festen Überzeugung, dass Sprint Sinn macht, Langlauf dagegen eine sadistische Abart des Laufens und damit nichts für mich ist. Ich war immer sicher, dass es unmöglich ist, einen Kilometer oder sogar zwei durch zu laufen. Das hat sich ziemlich schnell gelegt: ein langsames, stetes Training führt wider Erwarten ziemlich schnell zum Erfolg, so dass man nach wenigen Monaten problemlos 5 bis 7 Kilometer laufen kann. Über 10 gehe ich allerdings nicht, das überlasse ich den Profis. Mein Problem hier: solange Alex in Saarbrücken ist, möchte ich abends nicht alleine durch Hamburg laufen, auch deshalb, weil ich mich mit Sicherheit verlaufen würde ;-) Daher braucht es eine Alternative.

Gestern habe ich dann zum ersten Mal Bikram Yoga ausprobiert, und zwar hier. Was soll ich sagen? Ich gestehe, dass ich Yoga immer für eine Entspannungsgymnastik für Intellektuelle und Alternative gehalten habe, die durch richtiges Atmen und viel Herumliegen Ihr Zentrum, Ihre Seele oder sonstwas finden können. Weit gefehlt! Bikram Yoga besteht aus 26 durchaus anspruchsvollen Übungen, die bei 38°C praktiziert werden. Man sollte also mindestens 1,5 Liter Wasser mit sich herumtragen, da man unglaublich viel davon verliert. Trinken ist auch nach dem Kurs essentiell wichtig, denn die Nachwehen bestanden bei mir aus bestialischen Kopfschmerzen und Übelkeit. Diese führe ich darauf zurück, dass beim Yoga irgendwie innere Organe massiert werden. Da mein Körper sowas nicht kennt, hat er es mir gestern abend massiv übel genommen. Da ich allerdings seit dem Kurs nichts mehr essen kann/will, hielt sich die Übelkeit in Grenzen. Ausprobieren werde ich das trotzdem nochmal, Herausforderungen müssen angenommen werden!

Damit Ihr einen Eindruck vom Bikram Yoga bekommt, hier man ein kleines Video zum Thema:

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4 Comments

AndreaJuli 22nd, 2009 at 10:49

Was hat man denn da an? Bikini?
Klingt auf jeden Fall spannend, aber ich bleibe glaub ich trotzdem beim “normalen” Yoga ;)

Lustig, dass viele bei Yoga immer an Rumliegen und dabei esoterisch gucken denken. Nach der ersten Stunde wird aber klar, dass das Ganze richtig anstrengend und ein prima Workout ist.

Machst du denn weiter?

AstridJuli 22nd, 2009 at 11:01

Klamotten? So wenig wie möglich ;-) Also, Sport-BH und Shorts sind mehr als genug.

Und ja, ich mach auf jeden Fall weiter! Wie gesagt: ich bin geläutert und werde nie wieder milde lächeln, wenn mir jemand erzählt, dass er Yoga macht – ist echt ein Hammer-Sport!

FrankJuli 22nd, 2009 at 12:48

Wenn dir Bikram gefallen hat, dann probier Ashtanga Yoga – das ist quasi die Vorlage zu Bikram: die Hitze ist dem südindischen Ursprung des Ashtanga entlehnt, die Serien des Bikram entstammen den Ashtanga Serien (erste Serie, z. B. hier: http://ashtangayoga.info/asana-vinyasa/primary-series/index.html). Auf youtube gibt’s sehr viele schöne Beispiele für Ashtanga

AstridJuli 22nd, 2009 at 12:55

http://www.youtube.com/watch?v=Hu9Sq1RvuoA Wenn die Location inclusive ist, tue ich mir das auch noch an ;-)

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